Ein automatisiertes Live-Dashboard, das eine Vielzahl von Echtzeit-Wahlkampfanalysen bereitstellt. Es speist sich aus einer Reihe öffentlich verfügbarer Live-Datensätze, wie u. a. Wikipedia- und Google-Suchstatistiken, Zahlen von Abgeordnetenwatch, Pressemeldungen und Wahlprogramme der Parteien und nicht zuletzt aus den Artikeln der Medienhäuser, die ihre Erlaubnis zur automatischen Datenanalyse gegeben haben.
Funktionsweise
Vier Analyseschritte laufen im 120-Minuten-Takt automatisch ab.
Stündlich werden die Pressekanäle der Parteien, ein Nachrichtenindex, öffentliche Kandidatendaten, Aufmerksamkeitssignale und Termine abgerufen. Doppelte Meldungen werden über eine Prüfsumme erkannt und verworfen.
Die erhobenen Daten werden entweder als strukturierte Daten berechnet oder als unstrukturierte Daten (Texte) automatisch analysiert, gruppiert und für die Ansichten aufbereitet.
Die ausgewerteten Texte werden automatisch eingeordnet und in den Kontext der Ereignisse der jeweiligen Wahl gesetzt. Für einige Ansichten werden Kurzanalysen erstellt.
Die Ergebnisse landen direkt auf der öffentlichen Seite, mit Datenstand, benannten Quellen und den Grenzen jeder einzelnen Auswertung.
Erhebungsdimensionen
Die Auswertungen sind nach sechs Kernthemen gruppiert.
Erhebungsmethoden
Jede Ansicht enthält einen Methodenteil, der die genutzten Quellen und die Grundsätze darstellt, nach welchen die Texte ausgewertet werden. Hier wird auch die jeweilige Berechnungsmethode erläutert, zusammen mit Datenstand, Quellen, Textbeispielen und schriftlichen Kurzanalysen.
Daten und Lizenzen
An jeder Auswertung stehen zwei Knöpfe. PNG lädt die Darstellung als Bild herunter — beschriftet mit Titel, Quelle, Datenstand und Lizenz, damit sie auch außerhalb dieser Seite noch erklärt, was sie zeigt. CSV lädt die Zahlen dahinter als Tabelle herunter, mit Kopfzeilen, Quellenangabe und Zitiervorschlag in der Datei selbst.
Wo eine Auswertung noch mit Beispielwerten arbeitet, ist der Tabellen-Knopf abgeschaltet und das Bild sichtbar als Beispiel gekennzeichnet. Ein Bild mit erfundenen Zahlen soll diese Seite nicht als echten Befund verlassen.
Darstellungen, abgeleitete Zahlen und Texte stehen unter Creative Commons Namensnennung 4.0. Weiterverwendung ist ausdrücklich erwünscht — in Redaktionen, in Seminaren, in wissenschaftlichen Arbeiten, in Blogbeiträgen. Die einzige Bedingung ist die Quellenangabe. Fremddaten behalten ihre eigene Lizenz; die jeweilige Angabe steht an der betreffenden Auswertung.
Maršić, Tomislav (2026): Wahlkampf-Radar Berlin 2026 — Automatisierter Tracker zur Abgeordnetenhauswahl. wahlkampfradar.de/berlin-2026, Datenstand TT.MM.JJJJ.
Bei einzelnen Darstellungen bitte zusätzlich die Nummer der Auswertung nennen. Der aktuelle Datenstand steht in der Fußzeile der Auswertungsseite und in jeder herunterladbaren Datei.
Am 21. September wird aus dem laufenden Tracker ein abgeschlossenes Datenprodukt: sechs Wochen Berliner Wahlkampf, durchgehend erfasst. Dann werden Themenliste, Modellanweisungen, Suchabfragen, Ausfallquoten und die aggregierten Rohdaten vollständig veröffentlicht — samt einem Text darüber, was funktioniert hat und was nicht.
Person
In meiner Vollzeitbeschäftigung bin ich Produktmanager und KI-Experte bei Unicepta, wo ich an der Schnittstelle von Technologie, Produktentwicklung und Prozessautomatisierung arbeite. Als Senior Data Analyst habe ich agentische Automatisierung zentraler Unternehmensprozesse entwickelt, vorangetrieben und in Produktionsreife umgesetzt.
Ich habe an der University of Oxford im Fach Computational Social Sciences promoviert (mit Auszeichnung). In meiner Dissertation habe ich 40.000 Medienartikel mit Python und der Bibliothek nltk analysiert; die Arbeit wurde 2022 als Monografie bei Palgrave Macmillan veröffentlicht.
Das Wahlkampfradar hat sich als Hobby und Querschnittsthema aus der KI-basierten Medienresonanzanalyse und meiner ursprünglichen Ausbildung als Politikwissenschaftler und Parteienforscher entwickelt.
Der Tracker läuft durchgehend bis zu den beiden Landtagswahlen am 20. September 2026. Die Regeln für das Sammeln und Einordnen wurden vor dem Start festgelegt und werden im laufenden Betrieb nicht geändert, damit die Werte über den ganzen Zeitraum vergleichbar bleiben. Das Projekt ist privat, unabhängig und überparteilich. Ich erhalte dafür keinerlei Vergütung, Förderung oder anderweitige Zuwendungen.