Wahlkampf-Radar

Abgeordnetenhauswahl Berlin · 20. September 2026

Wahlkampfradar Berlin

Unser Wahlkampftracker erfasst stündlich alle Veröffentlichungen der Parteien, der Medienberichterstattung und wertet systematisch andere, offen zugängliche Quellen aus.

Tage bis zur Wahl
Eigene Veröffentlichungen der Parteien, 14 Tage
Artikel im Nachrichtenindex
Kandidaturen der 7 Parteien erfasst
Dokumente im Gesamtkorpus

Wahlkampfradar Analysegruppen

Wahlkampfradar Analysegruppen

Die Auswertungen sind nach inhaltlichen Themen gegliedert. Wähle die strukturierte Ansicht nach sechs Themen oder filter dir die Ansichten selbst zusammen. Dazu kommt als Zusatzmodul eine Karte wahlbezogener Übergriffe.

Agenda

Worüber reden die Parteien, wie konsequent setzen sie Schwerpunkte und wie viel senden sie?

Konflikt

Wer greift wen namentlich an — und welche Ursachenbehauptungen ziehen sich durch die Themen?

Medienresonanz

Wie viel kommt in Redaktionen an, aus wie vielen Häusern, und folgen die Themen einander?

Aufmerksamkeit

Wann schaut die Stadt hin? Nachschlage-Zugriffe und Suchinteresse der Bevölkerung.

Programmatische Konsistenz

Deckt sich die Tageskommunikation mit den Wahlprogrammen und eigenen Zusagen?

Bezirke & Rahmendaten

Geografische Verteilung von Terminen in den Berliner Bezirken sowie aktuelle Sonntagsfragen als Kontext.

Kapitel 1 · Agenda

Worüber reden die Parteien?

Jede Partei entscheidet jeden Tag, worüber sie spricht. Diese Auswahl ist messbar. Der Tracker liest, was die Parteien selbst veröffentlichen, und ordnet jede Äußerung einem von sechs Themen zu. Daraus ergibt sich, welche Themen eine Partei nach vorne stellt, wie konsequent sie dabei bleibt und wie viel sie überhaupt sendet. Was Redaktionen daraus machen, steht erst in Kapitel 3 — hier geht es allein um die Absenderseite.

02

Themenagenda

Welche Themen setzt welche Partei, und wie verschiebt sich das über die Kampagne?

Jede eigene Veröffentlichung einer Partei wird einem von sechs Themen zugeordnet, dazu kommt eine Restkategorie. Die Matrix zeigt, wie sich die Äußerungen einer Partei über diese Themen verteilen; der Verlauf darunter zeigt, wie sich das im Laufe der Kampagne verschiebt. Verglichen werden immer Anteile, nie Stückzahlen — sonst gewinnt schlicht die Partei mit dem größten Presseteam.

Anteile je Partei — Gesamtzeitraum

Zeile = Partei, Spalte = ThemaSättigung = Themenanteil in ProzentSchraffur = weniger als 10 Nennungen

Verschiebung im Wochenverlauf — alle Parteien zusammen

Fläche = Themenanteil je KalenderwocheFarbe = Thema, Name im Tooltip

Methode und Quellen
Wie gemessen wird

Die sechs Themen sind nicht frei gewählt, sondern aus den Wahlprogrammen aller sieben Parteien und den Thesen des Wahl-O-Mat abgeleitet: Wohnen · Verkehr und Klima · Innere Sicherheit · Migration und Integration · Soziales, Gesundheit und Bildung · Wirtschaft, Arbeit und Haushalt, dazu Sonstiges. Ein Text kann mehrere Themen behandeln und erzeugt dann mehrere Einträge. Gezählt wird das Paar aus Partei und Thema, nicht das Dokument.

Wo die Grenze liegt

Für die Grünen und das BSW liegt neben dem Landesverband auch der Kanal des jeweiligen Spitzenkandidaten vor, für CDU, Linke, AfD und FDP gibt es kein Gegenstück. Die Anteilsrechnung dämpft diese Ungleichheit, hebt sie aber nicht auf. Sie wird offen benannt statt versteckt.

Quellen
täglichParteikommunikationSprachmodell beteiligt
09

Themendisziplin

Wie konsequent bleibt eine Partei bei ihren eigenen Kernthemen?

Aus dem Wahlprogramm jeder Partei werden die drei Themen abgeleitet, die sie selbst nach vorne stellt. Der Ring zeigt, welcher Anteil ihrer Tageskommunikation tatsächlich auf diesen drei Themen liegt. Ein hoher Wert heißt nicht „guter Wahlkampf". Er heißt nur: Die Partei bleibt bei ihrem eigenen Plan.

Ring = Anteil auf den drei Kernthemengrau = weniger als 10 Nennungen

Methode und Quellen
Wie gemessen wird

Als Kernthemen gelten die drei Themen, die eine Partei in ihrem Wahlprogramm nach vorne stellt — gemessen an der Position der Kapitel, nicht an ihrem Umfang. Diese Festlegung wird vor der Auswertung getroffen, dokumentiert und danach nicht mehr geändert.

Wo die Grenze liegt

Der Wert steht und fällt mit dieser Festlegung. Würde sie nachträglich angepasst, ließe sich jedes Ergebnis herstellen — deshalb steht sie fest, bevor die erste Zahl entsteht. Es gilt derselbe Vorbehalt wie bei der Themenagenda: Zwei Parteien haben eine Zusatzquelle, die anderen nicht.

Quellen
  • Eigene Veröffentlichungen der Parteien — dieselben elf Ebene-1-Quellen wie bei der Themenagenda (bei der FDP die Website-Liste) § 44b UrhG
  • Wahlprogramme aller sieben Parteien — über abgeordnetenwatch.de; für das BSW liegt das zweiseitige Kurzprogramm zugrunde, entsprechend gekennzeichnet CC0
wöchentlichParteikommunikationFestlegung vorab
Z2

Eigene Kanäle

Wie viel senden die Parteien, und wie schnell wachsen ihre eigenen Reichweiten?

Die Linien zeigen das Reichweitenwachstum je Partei — Instagram und YouTube zusammengeführt, nicht nach Plattform getrennt: Je Tag wird der Mittelwert der indexierten Kanalwerte der Partei gebildet (Instagram-Follower und YouTube-Abonnenten, erster erfasster Tag jeweils = 100). So lassen sich Wachstumsverläufe vergleichen, ohne große und kleine Accounts oder unterschiedliche Plattform-Größen gegeneinanderzustellen. Der Wert rechts je Zeile ist das gemittelte Wachstum der letzten sieben Tage über alle Kanäle der Partei; n. v. heißt „nicht verfügbar“ — die Kanal-Zeitreihe ist zu kurz, um eine Wachstumsrate zu berechnen. Die Balken darunter zählen, wie viele eigene Veröffentlichungen eine Partei in den letzten zwei Wochen abgesetzt hat — Stückzahl, gelesen aus den Pressefeeds und der Website-Liste.

Reichweitenwachstum je Partei — Plattformen zusammengefasst

Linie = Reichweiten-Index je Partei, Mittelwert über Instagram und YouTubeX-Achse = erfasste Tage (Datum unten)Y-Einheit = Index, erster erfasster Tag = 100n. v. = nicht verfügbar, Zeitreihe zu kurz für eine Rate

Publizierfrequenz je Partei

Balken = eigene Veröffentlichungen je Partei (Stück, letzte 14 Tage; Pressefeeds + Website-Liste)schraffiert = weniger als 10

Methode und Quellen
Wie gemessen wird

Je Account wird täglich der letzte verfügbare Stand festgehalten, daraus die Wachstumsrate über sieben Tage und der auf 100 indexierte Verlauf. In der Darstellung werden beide Plattformen je Partei zusammengeführt: je Tag der Mittelwert aller verfügbaren indexierten Kanalwerte. Die Veröffentlichungsfrequenz wird nach Herkunft getrennt geführt: Landesverband, Fraktion oder Kanal eines Kandidaten; die Aufschlüsselung je Kanal steht in der CSV-Datei zum Herunterladen.

Wo die Grenze liegt

Absolute Follower- oder Dokumentzahlen werden nie zwischen Parteien verglichen, nur Wachstumsraten und indexierte Verläufe. CDU liefert derzeit null eigene Dokumente — das ist eine reale Lücke in der Quellenlage, kein Befund über ihren Wahlkampf. Die FDP liefert seit dem 29.08.2026 über ihre Website-Liste.

Quellen
  • Instagram Graph APIBusiness Discovery, offizieller Zugang über einen eigenen Business-Account; öffentlich sichtbare Kennzahlen der Parteiaccounts Meta-Plattformbedingungen
  • YouTube Data API v3Google, Abonnentenzahlen und Videoveröffentlichungen der Parteikanäle Google-API-Bedingungen
  • Eigene Veröffentlichungen der Parteien — dieselben elf Ebene-1-Quellen wie bei der Themenagenda (bei der FDP die Website-Liste), hier nach Herkunft aufgeschlüsselt § 44b UrhG
täglichZusatzmodulohne Sprachmodell
Kapitel 2 · Konflikt

Wer greift wen an, und mit welcher Erzählung?

Wahlkampf ist nicht nur Themensetzung, sondern Zuschreibung: Wer ist schuld, wer soll es richten. Zwei Auswertungen machen das sichtbar. Die eine zählt, wer wen namentlich kritisiert. Die andere sucht die Ursachenbehauptungen, die eine Partei über mehrere Themen hinweg wiederholt — den eigentlichen Kern einer Kampagne.

05

Angriffsnetzwerk

Wer greift wen an, bei welchen Themen, und wie entwickelt sich das?

Kritisiert eine Partei namentlich eine andere, wird das als gerichteter Angriff gezählt. Die Pfeile zeigen, wer wen angreift, ihre Stärke die Häufigkeit. Anspielungen ohne Namen bleiben unberücksichtigt: „die Verantwortlichen im Roten Rathaus" lässt sich nicht zuverlässig zuordnen und wird deshalb nicht gezählt.

Pfeilstärke = Zahl der AngriffeKnotengröße = erhaltene Angriffegepunktet = weniger als 10

Methode und Quellen
Wie gemessen wird

Zu jeder Äußerung wird bestimmt, was sie tut: fordern, ankündigen, kritisieren, verteidigen oder informieren. Nur bei „kritisieren" wird nach dem Ziel gefragt. Mögliche Ziele sind die sieben Parteien, der Senat, der Bund oder „sonstige". Mehrfachnennungen sind erlaubt.

Wo die Grenze liegt

Namentliche Angriffe werden zuverlässig erkannt, implizite nicht. Wer angegriffen wird, zählt außerdem nie als eigene Äußerung dieser Partei — eine CDU-Mitteilung gegen die SPD bleibt vollständig eine CDU-Äußerung. Ohne diese Trennung würde die Statistik der angegriffenen Partei fremde Worte zuschreiben.

Quellen
  • Eigene Veröffentlichungen der Parteien — dieselben elf Ebene-1-Quellen wie bei der Themenagenda (bei der FDP die Website-Liste) § 44b UrhG
  • Presseportal des Landes Berlinberlin.de, ausschließlich als Ereigniskontext; amtliche Meldungen zählen nie als Parteiäußerung amtliches Werk
täglichParteikommunikationSprachmodell beteiligt
13

Narrative

Welche Erzählung will eine Partei verankern, und was davon kommt in den Medien an?

Ein Narrativ ist mehr als ein Thema: Es ist eine Ursachenbehauptung, die durch mehrere Themen wandert. Wer die Mietpreise mit Zuwanderung erklärt und die Kriminalität ebenso, erzählt eine Geschichte, nicht zwei. Die Darstellung verfolgt solche Erzählungen von der Partei in die Berichterstattung und zeigt, was übernommen wird und was verhallt.

Sankey: Parteinarrative und ihre Ankunftsmuster in den Medien

Methode und Quellen
Wie gemessen wird

Zu jedem Text werden drei Dinge frei formuliert erhoben: die Diagnose, der benannte Verursacher und die vorgeschlagene Lösung. Es gibt keine vorgegebene Liste von Narrativen — eine solche Liste hätte das Verfahren auf erwartete Erklärungen festgelegt, statt zu erheben, was tatsächlich behauptet wird. Die Kennzahl, die ein Narrativ von einem Thema trennt, ist die Zahl der Themen, durch die es wandert.

Wo die Grenze liegt

Gemessen wird Differenz, nicht Verfälschung. Kommt eine Erzählung in Schlagzeilen nicht an, ist das ein Befund über Schlagzeilen, kein Befund über Berichterstattung. Volltexte liegen nur für einen kleinen Teil der Medienberichte vor, deshalb werden Medien-Motive nach Quelle benannt und nicht als „die Medien" zusammengefasst. Der dritte Schritt — was bei den Wählerinnen und Wählern ankommt — ist mit diesen Daten nicht möglich.

Quellen
  • Eigene Veröffentlichungen der Parteien — dieselben elf Ebene-1-Quellen wie bei der Themenagenda (bei der FDP die Website-Liste) § 44b UrhG
  • Nachrichtenindex von Google Newsnews.google.com, eine feste Suchabfrage je Partei; liefert Schlagzeile, Verlagsname und Zeitstempel nur Metadaten
  • rbb24rbb24.de, öffentlich-rechtlicher Nachrichtenfeed Nutzungsvorbehalt beachten
  • tagesschau.deARD-aktuell Nutzungsvorbehalt gegen KI-Training
  • ZDFheutezdfheute.de kein Vorbehalt gefunden
wöchentlichParteien + MedienSprachmodell beteiligt
Kapitel 3 · Medienresonanz

Was kommt davon an?

Senden ist nicht ankommen. Dieses Kapitel misst die andere Seite: wie viel über eine Partei berichtet wird, aus wie vielen verschiedenen Redaktionen, und ob die Themen der Berichterstattung denen der Parteien folgen. Die Zahlen stammen ausschließlich aus Medienquellen. Parteikommunikation fließt hier nicht ein — und amtliche Meldungen fließen nirgends in Parteianteile ein.

03

Medienresonanz

Über welche Partei wird wie viel berichtet, und aus wie vielen verschiedenen Redaktionen?

Gezählt werden Artikel im Nachrichtenindex von Google News, je Partei eine feste Suchabfrage. Sichtbar wird zweierlei: wie viel über eine Partei geschrieben wird und aus wie vielen verschiedenen Häusern. Zehn Artikel aus zehn Redaktionen sind ein anderes Bild als zehn Artikel aus einer. Websites der Parteien selbst sind herausgefiltert.

Fläche = Artikel pro Tag, 14 Tagerechts = Artikel gesamt und Zahl der Verlage

Methode und Quellen
Wie gemessen wird

Eine reine Zählung, ohne Sprachmodell. Doppelte Meldungen werden über die Kennung des Nachrichtenindex entfernt. Neben der Artikelzahl wird die Zahl unterschiedlicher Verlage als Streuungsmaß geführt.

Wo die Grenze liegt

Die Auswertung heißt bewusst „Resonanz im Nachrichtenindex", nicht „die Berichterstattung" — der Index ist eine Auswahl, keine Vollerhebung. Die Zuordnung einer Schlagzeile zu einer Partei folgt der Suchabfrage, nicht dem Wortlaut. Wie oft die zugeordnete Partei nicht einmal wörtlich in der Schlagzeile steht, wird als Transparenzwert mit ausgewiesen — als Hinweis, nicht als Fehlerquote.

Quellen
  • Nachrichtenindex von Google Newsnews.google.com, sieben eingefrorene Suchabfragen. Verwertet werden Schlagzeile, Verlagsname, Domain und Zeitstempel, keine Artikeltexte nur Metadaten
  • Häufigste Verlage im Index — unter anderem WELT, T-Online, Tagesspiegel und Berliner Morgenpost; die vollständige Verteilung steht in der Datei zum Herunterladen
stündlichMedienresonanzohne Sprachmodell
08

Agenda-Setting

Greifen die Medien die Themen auf, die eine Partei setzt — oder umgekehrt?

Zwei Themenverteilungen nebeneinander: die der Parteien und die der Schlagzeilen. Verschiebt sich eine gegen die andere mit einem bis drei Tagen Versatz, ist das ein Hinweis auf die Reihenfolge — kein Beleg für eine Ursache. Die Seite formuliert deshalb „geht voraus", nie „bewirkt".

Anteile je Thema in Prozent

Methode und Quellen
Wie gemessen wird

Parteitexte und Schlagzeilen werden mit derselben Themenliste erfasst und ihre Verteilungen bei einem Versatz von null bis drei Tagen verglichen. Ergebnis ist eine Übereinstimmung je Partei mit Richtungsangabe.

Wo die Grenze liegt

Schlagzeilen sind kurz und mehrdeutig; die Themenzuordnung ist auf ihnen unschärfer als auf ganzen Texten. Ein Erstabruf eines Feeds trägt oft einen einheitlichen Zeitstempel für alte Beiträge und wird vom Versatzvergleich ausgenommen.

Quellen
  • Eigene Veröffentlichungen der Parteien — dieselben elf Ebene-1-Quellen wie bei der Themenagenda (bei der FDP die Website-Liste) § 44b UrhG
  • Nachrichtenindex von Google Newsnews.google.com nur Metadaten
  • rbb24, tagesschau.de und ZDFheute — direkte Nachrichtenfeeds von rbb24.de, tagesschau.de und zdfheute.de
wöchentlichParteien × MedienSprachmodell beteiligt
07

Resonanzschere

Wie viel Berichterstattung erzeugt eine Partei je eigener Mitteilung?

Diese Kachel setzt zwei Zahlen ins Verhältnis: wie viel eine Partei selbst veröffentlicht (Pressemitteilungen, Instagram-Beiträge, eigene Website) und wie viel darüber im Nachrichtenindex berichtet wird. Ein Beispiel: 40 eigene Mitteilungen und 100 Artikel bedeuten 2,5 Artikel je eigener Mitteilung — die Partei erzeugt also mehr Berichterstattung, als sie selbst sendet. Ein Punkt unterhalb der Diagonalen heißt das Gegenteil: viel Senden, wenig Ankommen. Der Nenner ist die heikelste Größe im Katalog, weil er je Partei aus verschiedenen Textsorten besteht — seine Zusammensetzung wird je Partei offen ausgewiesen, statt sie stillschweigend gleichzutun.

Jeder Punkt = eine Parteiwaagerecht = eigene Veröffentlichungen (Stück, 14 Tage)senkrecht = Artikel über die Partei (Stück, 14 Tage)Punkt über der gestrichelten Linie = mehr Resonanz als eigene Veröffentlichungen

Methode und Quellen
Wie gemessen wird

Das Verhältnis zweier Zeitreihen je Partei, über 14 Tage geglättet: eigene Veröffentlichungen im Nenner, Artikel aus dem Google-News-Index im Zähler. Zum Nenner zählen Ebene-1-Dokumente (Pressefeeds, bei der FDP die Website), Instagram-Captions über die offizielle Graph-API und die cdu.berlin-Social-Reposts — die Zusammensetzung je Partei wird offen ausgewiesen.

Wo die Grenze liegt

Der Nenner ist je Partei unterschiedlich zusammengesetzt: Die CDU steht mit Social-Post-Texten statt Pressemitteilungen im Nenner, die übrigen Parteien mit einem PM-Mix. Social-Posts und Pressemitteilungen sind verschiedene Textsorten — der Querschnittsvergleich bleibt mit diesem Vorbehalt verbunden. Social-Post-Texte fließen nicht in die Themen- und Narrative-Klassifikation; diese Kacheln messen weiter nur die PM-Textsorte.

Quellen
  • Eigene Veröffentlichungen der Parteien — Pressefeeds der Landesverbände und Fraktionen, bei der FDP die Website § 44b UrhG
  • Instagram-Captions der Parteikonten — offizielle Graph-API (Business Discovery) nur eigene Veröffentlichungen
  • Social-Reposts auf cdu.berlin — Socialwall der CDU Berlin öffentlich einsehbare Reposts
  • Nachrichtenindex von Google Newsnews.google.com nur Metadaten
wöchentlichParteien × MedienNenner-Zusammensetzung offen
Kapitel 4 · Aufmerksamkeit

Wann schaut die Stadt hin?

Berichterstattung ist ein Signal, Aufmerksamkeit ein anderes. Wikipedia-Abrufe und Suchinteresse zeigen stündlich, wann sich Aufmerksamkeit auf eine Partei oder eine Person richtet. Sie sagen nichts darüber, ob das Zustimmung oder Empörung ist: Ein Skandal erzeugt dieselbe Spitze wie ein gelungener Auftritt.

04

Aufmerksamkeits-Puls

Wann richtet sich öffentliche Aufmerksamkeit auf welche Partei oder Person?

Wikipedia-Abrufe, stündlich, für rund 90 einschlägige Artikel. Wenn jemand einen Namen nachschlägt, ist etwas passiert. Die Kurve zeigt, wann sich Aufmerksamkeit auf wen richtet. Was sie nicht zeigt: warum.

Wikipedia-Abrufe in den bislang erfassten StundenDie Tageskurve entsteht erst mit weiteren Stunden

Methode und Quellen
Wie gemessen wird

Die stündlichen Abrufdateien der Wikimedia Foundation werden auf eine feste Liste von Artikeln gefiltert: Parteien, Spitzenkandidierende, zentrale Berliner Institutionen. Keine Modellierung, keine Glättung. Termine werden als Marker über die Kurve gelegt.

Wo die Grenze liegt

Die Messung ist exakt, die Deutung nicht. Abrufe zeigen Aufmerksamkeit, nicht Zustimmung. Automatisierte Zugriffe sind in den Dumps zwar getrennt ausgewiesen, aber nicht restlos auszuschließen.

Quellen
  • Wikimedia Pageviews — stündliche Abrufdateien der Wikimedia Foundation, dumps.wikimedia.org offene Daten
  • Terminkalender der Grünen Berlingruene.berlin, als Ereignismarker
stündlichTaktgeberohne Sprachmodell
Z1

Aufmerksamkeits-Fingerabdruck

Welcher Aufmerksamkeitskanal schlägt zuerst an — und wer folgt wem?

Drei Kanäle je Partei: Suchinteresse, Wikipedia-Abrufe und internationale Meldungslage. Die drei Rohskalen sind nicht vergleichbar, deshalb wird jede für sich auf einen Rang zwischen 0 und 1 gebracht. Sichtbar wird das Muster: welcher Kanal zuerst anschlägt und mit welchem Versatz die anderen folgen.

Methode und Quellen
Wie gemessen wird

Jede Zeitreihe wird je Partei und je Kanal für sich auf ein Fenster von 14 Tagen umgerechnet — nicht in Rohwerten, sondern als Rangposition innerhalb dieses Fensters. Dazu kommt eine beschreibende Angabe: Welcher Kanal erreichte seinen Höchststand zuerst, und wie viele Stunden später folgten die anderen.

Wo die Grenze liegt

Keine Kausalaussage. Ein früherer Höchststand ist kein Beleg für eine Wirkung — alle drei Kanäle können auf dasselbe äußere Ereignis reagieren. Beim BSW zählt die Wikipedia-Reihe den Bundesartikel, weil kein eigenständiger Berliner Artikel existiert; sie misst dort also bundesweite Aufmerksamkeit. Das ist in den Daten eigens gekennzeichnet.

Quellen
  • Google Trendstrends.google.de, relatives Suchinteresse für Berlin, Index von 0 bis 100. Es gibt keine offizielle Schnittstelle; der Zugriff erfolgt über eine offen dokumentierte Bibliothek. Diese Ausnahme wird ausdrücklich benannt statt verschwiegen. inoffizieller Zugriff
  • Wikimedia Pageviewsdumps.wikimedia.org offene Daten
  • GDELT ProjectDOC 2.0 API, weltweite Meldungszählung je Stunde, keine Volltexte offene Schnittstelle
stündlichZusatzmodulohne Sprachmodell
Kapitel 5 · Programmatische Konsistenz

Wie verbindlich, wie reaktionsschnell?

Vier Auswertungen fragen nicht, was gesagt wird, sondern ob es gehalten wird. Beantworten die Kandidierenden die Fragen von Bürgerinnen und Bürgern? Deckt sich die Tageskommunikation mit dem eigenen Wahlprogramm? Und wie lange dauert es, bis eine Partei auf ein Ereignis reagiert? Das ist der Teil des Trackers, in dem am wenigsten interpretiert werden muss — und deshalb der am schwersten wegzudiskutierende.

01

Antwortquote auf Bürgerfragen

Wie zuverlässig beantworten die Kandidierenden einer Partei öffentliche Bürgerfragen?

Auf abgeordnetenwatch.de können Bürgerinnen und Bürger Kandidierenden öffentlich Fragen stellen. Ob jemand antwortet, ist nachprüfbar. Der Balken zeigt, welcher Anteil der gestellten Fragen beantwortet wurde, je Partei über alle Kandidaturen zusammengefasst. Hier rechnet kein Sprachmodell mit — die Zahlen kommen unverändert aus einer offenen Datenbank.

Balken = Antwortquoten = Kandidaturen mit verwertbaren Zahlengestrichelt = weniger als 10

Verlauf: Gesamtquote je Kalendertag

Methode und Quellen
Wie gemessen wird

Eine reine Zusammenfassung: gestellte und beantwortete Fragen je Kandidatur, addiert je Partei. Keine Auswahl, keine Gewichtung, keine Modellentscheidung.

Wo die Grenze liegt

Nicht zu jeder Kandidatur liegen verwertbare Zahlen vor — wer keine Fragen erhalten hat, kann keine beantworten. Solche Fälle werden ausgewiesen, nicht als Null gewertet. Parteien mit sehr wenigen verwertbaren Kandidaturen sind eigens markiert; unter zehn wird nicht interpretiert.

Quellen
  • abgeordnetenwatch.de — offene Schnittstelle, Version 2. Verwertet werden die Felder zu gestellten und beantworteten Fragen je Politikerin und Politiker sowie die Kandidaturen zur Wahl 2026 CC0
täglichStrukturdatenohne Sprachmodell
11

Programm-Abgleich

Deckt sich die Tageskommunikation mit dem eigenen Wahlprogramm?

Zu jeder Äußerung wird geprüft, ob sie im Wahlprogramm der Partei gedeckt ist, dort nicht vorkommt oder ihm widerspricht. Der Widerspruch ist der interessante Fall — mit einem Ja-Nein-Schema wäre er unsichtbar. Zwei Fehlerquellen liegen hier übereinander.

gedecktnicht enthaltenabweichend
Letzte Beispiele für Widerspruch zum eigenen Programm
Methode und Quellen
Wie gemessen wird

Die Wahlprogramme liegen je Partei nach denselben sechs Themen gegliedert vor. Aus dem Thema einer Äußerung folgt, welcher Programmabschnitt ihr gegenübergestellt wird. Ein zweiter Prüfschritt vergleicht beides und liefert eines von drei Urteilen — bei „gedeckt" und „abweichend" immer mit dem wörtlichen Programmpunkt, auf den sich das Urteil stützt.

Wo die Grenze liegt

Ist schon die Themenzuordnung falsch, bekommt der Prüfschritt den falschen Programmabschnitt vorgelegt und antwortet zuverlässig mit „nicht enthalten". Aus der Antwort allein ist das nicht erkennbar. Deshalb wird eine Stichprobe solcher Fälle von Hand geprüft, bevor diese Auswertung veröffentlicht wird. Es gibt keinen Vergleich zwischen Parteien: Die Programme sind sehr unterschiedlich ausführlich — zu „Wohnen" stehen bei einer Partei zwei Punkte, bei einer anderen sieben.

Quellen
  • Wahlprogramme aller sieben Parteien — über abgeordnetenwatch.de; beim BSW liegt das zweiseitige Kurzprogramm zugrunde, nicht das Vollprogramm, und die Darstellung ist entsprechend beschriftet CC0
  • Eigene Veröffentlichungen der Parteien — dieselben elf Ebene-1-Quellen wie bei der Themenagenda (bei der FDP die Website-Liste) § 44b UrhG
wöchentlichParteien + ProgrammeSprachmodell beteiligtkein Parteienvergleich
06

Reaktions-Rennen

Wie schnell reagiert eine Partei auf ein öffentliches Ereignis?

Von einem Ereignis bis zur ersten Äußerung, gemessen in Stunden. Bei geplanten Terminen ist der Startzeitpunkt exakt, bei ungeplanten Ereignissen unscharf. Beide Fälle werden getrennt gezeigt und nie zu einer Zahl verrechnet — sonst mischt man zwei verschiedene Messungen.

Beispielereignis: Ausfall im S-Bahn-NetzBalken = Zeit bis zur ersten Äußerung

Methode und Quellen
Wie gemessen wird

Startzeit ist der Termin oder der Beginn eines Meldungsschubs, Endzeit der Zeitstempel der ersten thematisch passenden eigenen Äußerung. Die Differenz ist die Reaktionszeit.

Wo die Grenze liegt

Die Terminquelle des Abgeordnetenhauses antwortet derzeit mit einem Serverfehler und liefert keine Daten. Solange das so ist, fehlt die Hälfte der Startzeitpunkte. Das benachbarte Modul Reaktionszeit läuft schon jetzt ohne Termindaten und zeigt, was davon ohne diese Quelle erreichbar ist.

Quellen
  • Terminkalender der Grünen Berlingruene.berlin, derzeit der einzige vollständig funktionierende Wahlkampfkalender
  • Parlamentsdokumentation des Abgeordnetenhausesparlament-berlin.de, Plenar- und Ausschusstermine Quelle derzeit defekt
  • GDELT ProjectDOC 2.0 API, für ungeplante Ereignisse offene Schnittstelle
  • Presseportal des Landes Berlinberlin.de, amtliche Meldungen als Ereigniskontext amtliches Werk
  • Eigene Veröffentlichungen der Parteien — dieselben elf Ebene-1-Quellen wie bei der Themenagenda (bei der FDP die Website-Liste) § 44b UrhG
ereignisgetriebenParteien + TaktgeberQuelle teilweise defekt
Z3

Reaktionszeit ohne Termindaten

Lässt sich Reaktionsgeschwindigkeit messen, wenn die Termindaten fehlen?

Diese Auswertung ist der notgedrungene Vorläufer des Reaktions-Rennens: Der Terminkalender des Abgeordnetenhauses liefert zurzeit keine Daten, also werden Ereignisse anders gefunden. Als Ereignis gilt ein schlagartiger Anstieg der Meldungen zu einer Partei in der weltweiten Meldedatenbank GDELT — das erfasst auch internationale Berichterstattung. Konkret: mindestens drei Meldungen an einem Tag und zugleich mindestens doppelt so viele wie für diese Partei üblich. Zu jedem solchen Ereignis wird sieben Tage lang gesucht, ob die Partei selbst etwas veröffentlicht, dessen Titel Wörter aus diesen Meldungen teilt. Der Abstand zwischen beiden Zeitpunkten wäre die Reaktionszeit. Aktueller Befund: Noch kein Ereignis hat beide Bedingungen gleichzeitig erfüllt. Das steht hier, weil ein sauberer Leerstand ein Ergebnis ist — die Alternative wäre Schätzen, und die ist verboten.

Balken = Meldungen zu der Partei (GDELT, Stück)Zahl je Zeile = erkannte Ereigniscluster · klare Trefferschraffiert = weniger als 10 Meldungen

Methode und Quellen
Wie gemessen wird

Ein Tag gilt als Ereignistag, wenn die Meldungszahl zu einer Partei mindestens drei erreicht und zugleich mindestens doppelt so hoch liegt wie der übliche Wert dieser Partei. Danach wird sieben Tage lang nach einer eigenen Veröffentlichung gesucht, deren Titel Schlüsselwörter mit den Meldungen teilt.

Wo die Grenze liegt

Absichtlich streng: Ereignisse ohne klare Wortüberschneidung werden weggelassen, nicht geschätzt. Wortüberschneidung ist kein Themenabgleich, und die Zuordnung der Meldungen zu einer Partei folgt der Suchabfrage. Das Modul ist eine Vorstufe zum Reaktions-Rennen, nicht sein Ersatz.

Quellen
  • GDELT ProjectDOC 2.0 API, Meldungszählung je Partei und Stunde offene Schnittstelle
  • Eigene Veröffentlichungen der Parteien — nur die Titel, dieselben elf Ebene-1-Quellen wie bei der Themenagenda (bei der FDP die Website-Liste) § 44b UrhG
ereignisgetriebenZusatzmodulohne Sprachmodell
Kapitel 6 · Bezirke & Rahmendaten

Wo wird gekämpft, wie stehen die Umfragen?

Zum Schluss zwei Blickwinkel von außen: die Verteilung des Wahlkampfs über die zwölf Bezirke und die Sonntagsfragen. Die Umfragedaten stammen nicht aus diesem Projekt und werden nie mit den eigenen Zahlen in einen Erklärungszusammenhang gebracht. Nebeneinanderstellen ja, erklären nein.

10

Wahlkreise und Bezirke

Wo in der Stadt wird um welche Themen gekämpft?

Berlin wählt in 78 Wahlkreisen. Die Karte ordnet Kandidaturen, Wahlkampftermine und Themenschwerpunkte den zwölf Bezirken zu. Die Kandidaturdaten sind vollständig, die Terminkalender nicht: Ein leerer Kalender heißt fehlende Quelle, nicht fehlender Wahlkampf.

Kachelkarte der zwölf BezirkeFarbe = stärkste KraftSättigung = Wahlkampfintensitätschraffiert = weniger als 10

Methode und Quellen
Wie gemessen wird

Kandidaturen und Wahlkreise kommen unverändert aus der offenen Kandidatendatenbank. Termine und Themenschwerpunkte werden den Bezirken zugeordnet und miteinander verschnitten.

Wo die Grenze liegt

Parteien pflegen ihre Terminkalender sehr unterschiedlich gründlich. Im Test lieferten nur die Grünen einen vollständigen Kalender; der Terminkanal des CDU-Spitzenkandidaten wird seit Anfang Juli nicht mehr bespielt. Solche Lücken werden als Lücken ausgewiesen, nicht als Untätigkeit gedeutet. Die Zuordnung von Wahlkreis zu Bezirk ist einmalig gegen die offizielle Wahlkreisliste des Landeswahlleiters geprüft.

Quellen
  • abgeordnetenwatch.de — offene Schnittstelle, Version 2: Wahlkreise und Kandidaturen zur Wahl 2026 CC0
  • Terminkalender der Grünen Berlingruene.berlin
  • Terminkanal von Stefan Evers (CDU) — seit Anfang Juli nicht mehr bespielt, wird als Lücke geführt inaktiv
täglichStrukturdaten78 Wahlkreise
12

Umfragelinie

Wie steht es in den Sonntagsfragen — als Kontext, nicht als Befund?

Veröffentlichte Sonntagsfragen, unverändert übernommen, mit Institut und Erhebungsdatum. Punkte sind einzelne Erhebungen; Linie und Band zeigen Mittelwert und Spanne über die jeweils jüngste Erhebung jedes Instituts. Diese Zahlen sind Kontext, nicht Befund — sie werden nie zur Erklärung der eigenen Daten benutzt.

Punkte = einzelne InstitutswerteLinie + Band = Mittelwert, Minimum, Maximum

Methode und Quellen
Wie gemessen wird

Unveränderte Übernahme mit Institut und Erhebungsdatum, doppelte Einträge werden über Institut, Datum und Partei entfernt. Zusätzlich eine wöchentlich gerasterte Mittelwertlinie über die jeweils jüngste Erhebung jedes Instituts in einem Rückfenster von 90 Tagen. Sie steht neben den Einzelwerten, sie ersetzt sie nicht.

Wo die Grenze liegt

Umfragen messen Wahlabsicht, nicht Themenwichtigkeit — und schon gar nicht die Wirkung von Kommunikation. Diese Auswertung wird deshalb nie mit den eigenen Daten in einen Kausalzusammenhang gebracht. Wie alt eine Erhebung ist, steht immer dabei.

Balken = Tage seit der letzten Erhebung je Institutgelb = älter als 60 Tage

Quellen
  • DAWUMdawum.de, Sammlung veröffentlichter Wahlumfragen. Namensnennung ist Lizenzpflicht. ODbL
  • wahlrecht.dewahlrecht.de/umfragen, Werte von Forsa, INSA, Infratest dimap und Forschungsgruppe Wahlen
  • Zusätzliche Institute über DAWUM — unter anderem Civey und Wahlkreisprognose
bei NeuveröffentlichungFremddatennur Kontext
T

Wahlkampfbezogene Übergriffe

Wo und womit schlägt Wahlkampfbezogene Gewalt oder Sachbeschädigung zu Buche?

Karte wahlbezogener Vorfälle aus den Polizeimeldungen Berlins: Wahlplakate, Parteibüros und Kandidierende als Ziel von Brand, Beschädigung, Schmiererei oder Beleidigung. Jeder Punkt ist ein polizeilich erfasster Vorfall mit Beleg-Link; die Sättigung hält mit dem Alter ab (Vorhaltezeit 31 Tage). Punkte nahe einem Parteibüro zeigen dieses mit an. Ehrliche Grenze: Die Vorauswahl der Meldungen läuft über einen Titel-Filter und ist enger gefasst als der Gegenstand — die Kachel zeigt eine Untergrenze, keine Vollzählung; politische Motivation wird von der Polizei nicht für jeden Fall so benannt. Die Kachel ist ein Zusatzmodul und nicht Teil der dreizehn Katalog-Auswertungen.

Methode und Quellen
Wie gemessen wird

Alle zwei Stunden werden die aktuellen Polizeimeldungen von berlin.de gelesen; Meldungen mit wahl- und parteibezogenem Titel ziehen den Volltext nach sich. Ein Sprachmodell trennt jeden dort genannten Vorfall („Nr. …"), ordnet ihn einem Typ zu und extrahiert den Ort, der gegen OpenStreetMap geokodiert wird. Liegt der Ort nur als Bezirk vor, wird der Bezirksmittelpunkt gesetzt und dies kenntlich gemacht; „berlinweit"-Meldungen ohne Ort erscheinen nicht als Punkt.

Wo die Grenze liegt

Amtliche Meldungen fließen in diese Kachel ausschließlich hier ein und nie in die Auswertungen zu Partei- oder Medienkommunikation. Der Titel-Filter ist eng gefasst und noch nicht gegen alle Staatschutz-Meldungen kalibriert — die Kachel zeigt eine Untergrenze, keine Vollzählung. Kein Faktencheck, keine Motivforschung: gezeigt wird, was die Polizei meldet, mit Link zum Originaltext.

Quellen
  • Polizeimeldungen Berlinberlin.de/polizei/polizeimeldungen, amtliche Pressemitteilungen mit Vorfall-Nummern
  • OpenStreetMap — Geokodierung via Nominatim, Bezirks- und Wassergrenzen via Overpass ODbL
  • Kartenstil — Esri World Light Gray Canvas
alle 2 StundenAmtliche Quellen31 Tage Vorhaltezeit